Interaktive Textilien für das InnovationLab von Sonepar

Was verbindet Modedesigner mit dem E- Handwerk? Ihre zukunftsweisenden Ideen! Wie beispielsweise durch technische Features aus Alltagstextilien moderne Funktionskleidung entsteht, zeigen die Ergebnisse von Studierenden im Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik an der Hochschule Niederrhein (HSNR) in Mönchengladbach. Im Auftrag der Sonepar Deutschland GmbH entwickelte eine Projektgruppe den Prototypen einer interaktiven Teamjacke für das InnovationLab, den unternehmenseigenen Showtruck. Damit stellte das Unternehmen zum dritten Mal in Folge ein praxisorientiertes Thema für die Bachelor-Anwärter.

Moderne Technologien und zukunftsweisende Lösungen zu nutzen und mitzugestalten, gehört zum Selbstverständnis des führenden Elektrogroßhändlers Sonepar. Seine Innovationskultur gibt das Unternehmen gern regelmäßig in Form spannender Aufgaben an den Nachwuchs weiter: In diesem Jahr ging es für die Studierenden des 5. Semesters der HS Niederrhein um den Entwurf individueller Textilien mit digitalem Mehrwert. Konkret: eine funktionelle Übergangsjacke für das InnovationLab. In seinem mobilen Showtruck macht Sonepar innovative Technologien und Zukunftstrends der E-Branche interaktiv erlebbar. „Über technologisch ausgestattete Kleidung kann der Kommunikations- und Erlebnisprozess der Besucher im Lab noch persönlicher und emotionaler werden“, erklärt Bernhard Köthenbürger, Marketingleiter Sonepar Deutschland, den Gedanken hinter dem branchenübergreifenden Projekt.

LEDs bringen Multifunktionsjacke zum Leuchten

Das Ergebnis der dreimonatigen Arbeit, welche die Studierenden am 9. Januar 2019 im Rahmen einer feierlichen Abschlusspräsentation in Mönchengladbach vorstellten, erfüllt höchstes Niveau: Die neunköpfige Sonepar-Gruppe hat sich nicht nur mit dem technischen und funktionalen Potenzial der Textilien, sondern ebenso mit der Herausforderung, dem Produkt auch modischen Stil und emotionalen Wert zu verpassen, auseinandergesetzt. Der dabei entwickelte Prototyp für die interaktive Sonepar Teambekleidung ist eine waschbare Übergangsjacke, die bequem zu tragen und zugleich stilvoll ist. Neben einer integrierten Smartphone- Tasche wurde speziell das Firmenlogo in Szene gesetzt: Als Leucht-Patch reagiert es auf Klänge und Bewegungen. Möglich wird dies über ein Mikro- Conrollingboard sowie 3 LEDs, eine Powerbank und jeweils einen Audio- und Beschleunigungssensor. Der Strom fließt über Silbergarne und metallische Druckknöpfe. Gesteuert werden alle technischen Features über eine eigens angepasste App. Aus Unternehmenssicht erfolgreich: Der zukünftige Einsatz des Prototypen in der Praxis ist bereits angedacht. Vor allem bei Einsätzen mit dem Sonepar InnovationLab als auch im Rahmen der Social Media-Aktivitäten könnte die entworfene Jacke dann eine Rolle spielen.

Kreativität, Projektmanagement und Praxisbezug

Während Sonepar von dem frischen Input der jungen Erwachsenen profitiert, haben die Studierenden über das Projekt wertvolle Erfahrungen für den Arbeitsmarkt gesammelt. Genau aus diesem Grund gehört die T eamarbeit unter Realbedingungen bereits seit dem Wintersemester 2004/2005 zum Pflichtteil aller Fünftsemester in den Studiengängen Textil- und Bekleidungstechnik, Design-Ingenieur sowie T extile und Clothing Management. Die Gruppen agieren dabei von dem Konzept über das Design bis zur Realisierung und Präsentation ihres Ergebnisses eigenverantwortlich. Im Wintersemester 2018/2019 kamen insgesamt 26 T eams zusammen. Die gesamte Hochschule, insbesondere der Fachbereich und Steuerkreis, stehen den Teilnehmern dabei zur Seite. Die Sonepar-Gruppe wurde zudem intensiv betreut von Dr.-Ing. Christof Breckenfelder, Professor für Rechnergestützte Entwicklung und Simulation textiler Produkte im Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik an der HSNR.


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