23. März 2022

3D Druck – Einsatz und Entwicklung

Kategorie: Innovation
3D Drucker erstellt Kunststoffteil

Der 3D-Druck ist schon lange nichts Neues mehr. Er wird in vielen Bereichen sinnvoll eingesetzt. Wir haben bereits in den letzten Jahren in unserem Blog über den 3D-Druck berichtet. Es ist ein Thema, das sich immer weiterentwickelt, immer noch aktuell und spannend für die Elektrobranche ist.

In unserem ersten Artikel zu diesem Thema haben wir erklärt, was eigentlich 3D-Drucken ist und was die Vorteile dieses Druckverfahrens sind. Das war schon 2016! Für eine kleine Zeitreise und um zu sehen, was sich seitdem geändert hat schauen Sie mal in den Artikel Technologien, die unseren Alltag verändern: 3D-Druck!
In unserem Artikel 3D-Druck und Individualisierung haben wir uns damit befasst, dass der 3D-Druck günstiger wird und auch von privat Personen inzwischen eingesetzt wird. Vermehrt wurde er für personalisierte Produkte genutzt wie z.B. Sportschuhe oder zur Schmuckherstellung. Aber auch im medizinischen Bereich kommt er seit einigen Jahren zum Einsatz und man legt hier große Hoffnungen auf die Technologie.

Im medizinischen Bereich sind wir um einiges weiter

Kronen und Brücken für die Zahnmedizin lassen sich inzwischen günstiger im 3D-Drucker herstellen. Auch die Entwicklung biogedruckter menschlicher Organe geht weiter voran. Forscher arbeiten inzwischen daran Nierengewebe zu drucken oder Gefäße, die eine Lunge nachahmen. All dies könnte in Zukunft vielen schwer kranken Menschen helfen.

Gegen Fachkräftemangel und Überfischung

Die Technologie wird in vielen Bereichen eingesetzt und hilft bei unterschiedlichen Problemen.
In Nordrhein-Westfallen steht inzwischen das erste Haus aus dem 3D-Drucker in Deutschland. Gedruckt wurde aus Beton mit nur wenigen Arbeitern. Ein Quadratmeter Wand wurde in nur fünf Minuten erstellt.
Auch in der Food-Branche wird mit dem Verfahren experimentiert, um nachhaltigere, gesündere und preiswertere Alternativen zu finden. Gerade für die Fisch- und Fleischnachfrage ist dies als Ersatz sehr interessant. Gentechnik oder Konservierungsstoffe sind hier nicht notwendig. Die Produkte werden aus unterschiedlichen Zutaten Schicht für Schicht erstellt und z.B. mit Aromen, Düften und Vitaminen ergänzt. Das Endergebnis kann sogar gesünder sein, als das Original und sieht immer perfekt aus!

3D-Drucktechnologien für die Elektro- und Elektronikindustrie

Das Potenzial des 3D-Drucks (auch additive Fertigung genannt) für den Elektromarkt ist hoch. Die Technologie spart sowohl Zeit, als auch Kosten. Sie kommt auch nicht mehr nur bei der Entwicklung von Prototypen zum Einsatz. Der 3D-Druck bietet viele neue Designmöglichkeiten, die so bisher in der Herstellung nicht möglich waren. Strukturelektronik, Leiterplatten und Gehäuse werden so gedruckt. Das Produktionstempo kann um vieles gesteigert werden. Wenn etwas nicht passt kann es schnell und einfach neu gedruckt werden.

Die Produktionsmöglichkeiten sind vielfältig. So entstehen auch elektronische Bauteile immer mehr im 3D-Druck. Auch hier können jetzt viele neue Designs entstehen, die vorher nicht möglich waren.

Für die Herstellung von Antennen, Sensoren und Chips eignet sich die additive Fertigung auch. Diese werden für die Leistungselektronik aus technischer Keramik gefertigt. Keramik eignet sich besonders für Zahnräder, (Mikro-)Elektronik oder federnde Elemente.

Auch in der Robotik wird die Technologie eingesetzt. Zur Unterstützung und Verbesserung der Automatisierung und natürlich die Herstellung von schnellen und kosteneffizienten Prototypen.

Ein sehr spannendes und nachhaltiges Einsatzgebiet ist die Nachfertigung von Exponaten als Ersatzteil. Nicht mehr verfügbare und bestellbare Teile können nachproduziert und individualisiert werden, so dass eine Reparatur von Maschinen und anderen Geräten weiterhin möglich ist. Reparierte Produkte sind ein großer Beitrag zum Vermeiden von Müll und schont wegen der weiteren Verwendung die Ressourcen.

Online Kurs für jeden!

Für alle die schon immer mal wissen wollten, wie 3D-Druck in der Praxis funktioniert oder wofür und wie man die Technik nutzen kann, gibt es jetzt die Chance auf einen unverbindlichen und kostenfreien Kurs! Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und die Hochschule Landshut (HL) bieten einen neuen multimedialen und kostenfreien Onlinekurs zu diesem Thema an. Sie können jeder Zeit einsteigen, Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Es gibt sogar einen offiziellen Nachweis für die erfolgreiche Teilnahme.

Beide Hochschulen beschäftigen sich bereits seit vielen Jahren in Forschung, Lehre und Weiterbildung mit verschiedenen Anwendungen des 3D-Drucks. Das Institut für Lebensmitteltechnologie der HSWT gehört im Bereich des 3D-Food-Printing zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen.

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3D-Druck kann auch in ähnlichen Systemen privat zu Hause genutzt werden. Somit eignet sich der Kurs besonders für Mitarbeiter und Firmen, die die Kreativität und Eigeninitiative fördern wollen!

Der Kurs ist auf der Seite der OPEN vhb der Virtuellen Hochschule Bayern freigeschaltet:
https://open.vhb.org/blocks/ildmetaselect/detailpage.php?id=241

Schauen Sie mal rein, eine Weiterbildung lohnt sich immer!

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