Augmented Reality in der Freizeit

Augmented Reality (AR), die Erweiterung der Realität, bietet in wirtschaftlichen medizinischen Sektoren viele neue Möglichkeiten (Verlinkung zum Teil 1). Aber auch in der Freizeit sind durch die Nutzung von AR neue Türen geöffnet worden: Pokémon auf dem Smartphone, die in der Umwelt zu finden sind, individuell gestaltete Disney-Figuren, die zum Leben erwachen oder auch die Geschichte „live“ zu sehen. Die Anwendungsbereiche der AR sind (fast) grenzenlos.

Digitale Spiele für Groß und Klein

Im Jahr 2016 wurde eine App für das Smartphone gelauncht, die ein Meilenstein für die AR war: Pokémon Go. Das Spielprinzip ist leicht verständlich: der Spieler gestattet der kostenlosen App die Nutzung der Kamera, damit die Pokémon in die reale Umwelt eingefügt werden können. Während dem Spiel erscheint im Umkreis des Spielers ein Pokémon, der Nutzer hat nun die Chance dieses anzuklicken um in den „Fangmodus“ zu kommen. Auf dem Smartphone erscheint die Umwelt durch die Kamera und die App projiziert das Pokémon auf den Screen. Der Spieler sieht somit seine reale Umwelt mit einem Pokémon live auf dem Smartphone und kann dieses versuchen einzufangen.

Das Spiel hat nicht nur junge Menschen begeistert – viele „ältere“ Generationen kennen die Pokémon noch aus Kindertagen und haben auch beim Fangen partizipiert. Auch wenn die anfängliche Begeisterung für das Spiel bei vielen Nutzern gleich nach dem ersten Sommer zurückgegangen ist, sind die Downloads rasant weitergegangen und 2019 konnte die eine Milliarde-Marke geknackt werden. Mittlerweile ist der Hype um die App abgeflacht, aber vereinzelt sieht man noch Spieler, beispielsweise im Bus oder im Park.

Das Spielprinzip vom Hersteller Niantic wurde jedoch in anderen Spielen wieder aufgegriffen. Nach dem großen Hype von Pokémon Go nutzte das Unternehmen das Grundgerüst und erstellte die App „Harry Potter: Wizards Unite“. Über das Spiel gab es bereits 2016 erste Gerüchte, offiziell angekündigt mit Gameplay Szenen wurde dies allerdings erst Anfang 2017. Das Spielprinzip war komplett gleich, die Pokémon wurden durch mythische Wesen ausgetauscht, Pokébälle gegen Zauber und die Teams wurden zu Häusern. Im Vergleich zu Pokémon Go konnte das Spiel allerdings nicht ansatzweise den gleichen Hype erreichen.

Auch für die ganz Kleinen gibt es bereits AR Apps. Disney Research kreierte ein digitales Malbuch, welches von den Kindern ausgemalt und mit Hilfe einer App auf dem Buch zum Leben erweckt werden kann. Das tolle daran ist, dass die Farben, welche die Kinder individuell auswählen können, komplett übernommen werden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, Elsa und viele weitere Helden können nach den Vorstellungen der Kleinen ausgemalt werden!

AR als Stylist, Reiseführer und Schiedsrichter

Spiele-Apps nutzen AR auf verschiedene Arten und Weisen, doch auch für andere Freizeitaktivitäten gibt es Nutzweisen der erweiterten Realität.

Zum Beispiel in der Inneneinrichtung: Ohne großen Aufwand können mittels AR Räume dargestellt werden, um zu testen, ob die ausgesuchten Einrichtungselemente mit den bereits bestehenden Möbeln und Farben harmonieren. Verschiedene Apps, wie beispielsweise Roomle oder Homestyler, ermöglichen eine Platzierung und Planung von Möbel auf dem Smartphone. Hier muss einfach ein Foto vom Raum gemacht werden und die Möbel können dann in der App auf die gewünschte Position gezogen werden.

Auch für Reisende hat die erweiterte Realität eine neue Dimension eröffnet. Apps wie Google Maps ermöglichen beispielsweise die Wiedergabe von markierten Wegen oder Geschäften in Echtzeit. So kann man sich auch in einer fremden Stadt zurechtfinden, ohne sich zu verlaufen und gleichzeitig sieht man, was für Läden, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten um den Standort herum einen interessieren kann. Bei einem Museumsbesuch können Apps die Geschichte zum Leben erwecken und die gleichzeitig die reale Welt mit zusätzlichen digitalen Inhalten anreichern. Während man die Geschichte nun „live“ erlebt werden diese Informationen audio-visuell vom Gehirn verarbeitet und abgespeichert.

Natürlich gibt es auch etwas für Sportfreunde! Das klassischste Beispiel dafür ist Fußball. Während eines Spiels werden häufig u.a. Linien, wie beispielsweise die Abseitslinie, visuell auf dem Spielfeld dargestellt. Diese virtuellen Darstellungen sind letztlich Erweiterungen der Realität. Heutzutage werden diese Visualisierungen selbstverständlich in vielen verschiedenen Sportarten, wie Handball oder Tennis, genutzt und beziehen sich nicht ausschließlich auf den Bereich Fußball.

Abschließend ist zu sagen: Augmented Reality findet auch in der Freizeit eine Vielzahl von Anwendungsfelder. Ob in verschiedenen Apps, während Sportveranstaltungen, Spielen oder in der Wohnungsgesatltung: die Erweiterung der Realität öffnet neue Dimensionen der Wahrnehmung.

Wir verfolgen die rasante Entwicklung und sind gespannt, was uns in diesem Bereich in den nächsten Wochen und Monaten erwartet.


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