9. März 2017

Autonomes Fahren: Wie eine Vision zum Alltag wird

Kategorie: Innovation

Vor 50 Jahren haben sich die Menschen noch vorgestellt, dass es 2017 fliegende Autos geben wird. Dies bezüglich müssen wir sie leider enttäuschen. Dafür aber gibt es Autos, die ganz ohne Fahrer fahren können.

 

Ein neuer Trend?

Schon in den 1980’er gab es die ersten Experimente mit autonom fahrenden Autos. Doch erst seit sich der Gründer von Tesla Elon Musk diesem Thema angenommen hat, wurde aus der Zukunftsvision eine Gegenwartsvision. Ursprüngliches Ziel des Kalifornischen Autoherstellers Tesla war es, einen sportlichen Elektrowagen herzustellen und mit den Vorurteilen aufzuräumen, Elektroautos seien langsam und hätten kurze Reichweiten. Seit aber etwa sieben Jahren hat Musk es sich zum Ziel gemacht, das autonome Fahren voranzutreiben. Seit 2015 gibt es serienmäßig die Möglichkeit den Autopiloten im Tesla zu aktivieren. Jedoch machte die Funktion sowohl in Deutschland als auch international Schlagzeilen mit diversen Unfällen, die zum Teil tödlich endeten.

 

Tesla als Alleingänger?

Tesla steht zwar im Fokus wenn es um autonomes Fahren geht, aber andere Autohersteller investieren ebenfalls Zeit und Geld in den technologischen Ausbau des Trends. So fuhr Audi beispielsweise bereits mit dem A7 piloted Driving vom Silicon Valley bis nach Las Vegas. Ganz ohne aktiven Fahrer. Auch Toyota stellte kürzlich den Lexus LS 600hL vor, das bereits zweite autonome Auto des japanischen Autoherstellers. Auch Ford investiert in Softwares, die das autonome Fahren möglich machen. Nicht nur Autohersteller wollen sich an dem neuen Trend beteiligen. Auch Apple und Google forschen an autonomen und gleichzeitig elektrischen Automobilen.

 

Das komplette autonome Fahren ist außer beim Tesla noch nicht vollständig serienmäßig ausgebaut. Und auch dort ist es mit Vorsicht zu genießen. Der Autopilot sollte nicht allein gelassen werden. Das betont auch Elon Musk. Viele Autos sind aber schon seit Jahren teilweise autonom. So haben Hersteller wie Audi oder Mercedes ein automatisches Einparksystem. Der Wagen scannt die Parklücke ein und kann ohne jegliches Zutun des Fahrers einparken. Auch Gefahrenbremsen oder Abstandeinhaltungen können vom Wagen übernommen werden. Experten glauben aber, dass ein echter Durchbruch wohl erst 2030 zu erwarten ist.

Trotzdem veranlasste Verkehrsminister Alexander Dobrindt die wohl modernste Gesetzesergänzung im Straßenverkehr. Der Fahrer darf demnach für kurze Momente die Hände vom Lenker lassen, dem Computersystem aber keine komplette Übernahme des Fahrens übergeben. Was also manchmal noch nach Science-Fiction klingt, ist schon längst zum Bestandteil von Wissenschaft und Technologie geworden und wahrscheinlich in Zukunft nicht mehr von unseren Straßen wegzudenken.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.