Die härteste Rallye der Welt: Ganz ohne Brennstoff

Es ist ein kleiner Schritt für die meisten Rennwagen. Aber ein großer für einen Elektrowagen. Das erste E-Auto hat die wohl härteste Rallye der Welt überstanden. Die Rallye Dakar ist etwa 7402 Kilometer lang. Die Strecke geht von Paraguay über Bolivien nach Buenes Aires in Argentinien. Durch Sand, Stein und über unebene Straßen müssen sich die Rallyeautos kämpfen. Und das hat bisher kein Wagen ohne die Hilfe von Brennstoffen geschafft – außer dem Acciona 100% EcoPowered.

 

Was steckt in dem Wagen?

Das Auto wurde in Spanien von Acciona entwickelt und gebaut. Acciona ist das führende Unternehmen für erneuerbare Energien und Infrastruktur in Spanien. Der Wagen schafft bis zu 340 Pferdestärken. Ein 250 kW Elektromotor macht das möglich. Zusätzlich verfügt der Wagen über eine Lithium Batterie mit einer Leistung von 150 kWh. Auch eine 100 Watt Solar Zelle befindet sich auf dem Wagen. So kann der Acciona 200 Kilometer mit einer Akkuladung zurücklegen. Insgesamt wird der Wagen ausschließlich durch Ökostrom versorgt.

 

Und wie war die Performance?

Die beiden Fahrer Ariel Jatón und Tito Rolón fuhren den Wagen als letztes durch die Ziellinie in Argentinien. Allerdings wird das nicht als Versagen gesehen. 26 Prozent der teilnehmenden Rallyefahrer kommen gar nicht erst ans Ziel. Und alle anderen Wagen werden klassisch mit Brennstoff betrieben. In den letzten beiden Jahren ist das Elektroauto ausgeschieden. Doch Acciona konnte die Leistung des Wagens um einiges verbessern.

 

Was bedeutet das für die Zukunft?

Autorennen, die speziell für Elektroautos konzipiert sind, werden immer beliebter. So gibt es beispielsweise auch die Formel-E. Weitere Rennkonzepte für die Elektromobilität sind in Planung. Auch die Übersetzung der Technik in Alltagswagen ermöglicht neue Wege für die Elektromobilität. Hauptkritikpunkt dieser Technologie sind die kurzen Reichweiten. Doch hier hat Acciona bewiesen, dass dieses Problem in der Zukunft immer weniger von Gewicht sein wird.


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