7. Juli 2022

Energie sparen zu Hause: Welche Tipps sollte man beachten?

„Mach’ das Fenster zu, wir heizen nicht für draußen“ oder „Wenn du das Zimmer verlässt, machst du das Licht aus“ sind Sätze, die wahrscheinlich fast jeder von uns schon einmal gehört oder gesagt hat. Diese Sätze nehmen, aufgrund der konstant steigenden Energiepreise, neue Größenordnungen an. Jeden Tag hören wir, dass die Preise steigen, aber was kann man zu Hause tun, um effektiv Energie zu sparen? Der folgende Blogartikel gibt Aufschluss darüber, mit welchen kleinen Kniffen und Gadgets man zu Hause Energie und somit Geld sparen und die Umwelt schonen kann!

Der Kühlschrank ist ein Energiefresser!

Seien wir mal ehrlich, wie oft kommt es vor, dass wir unsere Köpfe in den Kühlschrank stecken, schauen was da ist, um dann zu überlegen, ob wir es essen oder nochmal einkaufen sollten? Während dieser Zeit ist die Tür des Kühlschranks gerne weiterhin geöffnet, sodass die Kälte entweicht und die Wärme reinkommt. Das Herunterkühlen des Inneren kostet viel Energie, daher sollte die Tür des Kühlschranks nicht zu lange geöffnet sein, damit Kälte bleibt, wo sie sein soll. Einfach die Tür kurz öffnen, einen Blick in jedes Fach werfen, den Kühlschrank schließen und erst dann überlegen!

Das sind aber noch nicht alle Tipps und Tricks rund um unsere Kühlschränke! Wie bereits erwähnt, ist das Kühlen des Inneren der größte Energiefresser. Je mehr gekühlt wird / werden muss, desto mehr Energie wird genutzt und anschließend in Rechnung gestellt. Daher ist die Positionierung des Geräts ebenfalls sehr wichtig. Sollte der Kühlschrank neben einer warmen Gerätschaft, beispielsweise einem Ofen, stehen, sorgt die Hitze für eine Erwärmung des Kühlschranks und somit auch des Inneren. Um dies bestmöglich zu umgehen, sollte der Kühlschrank mit einigem Abstand zu Herd und Ofen aufgestellt werden.

Fernseher im Stand-By Modus ziehen weiter Strom!

Ein Gerät, welches über 66 Millionen Deutsche nutzen, ist der Fernseher. Das Spannende an diesem Unterhaltungsgerät ist, dass der Fernseher nicht laufen muss, um Energie zu verbrauchen! Viele Fernseher von heute gehen nicht richtig „aus“, wie man es von damals kennt, sondern in den sogenannten Stand-By Modus. Das bedeutet, dass der Fernseher schneller starten kann, gleichzeitig entstehen so weitere Energiekosten, die eingespart werden können! Um den Fernseher „richtig“ auszuschalten, kann man entweder das Menü durchstöbern und die Option suchen, oder kurz und knapp den Stecker ziehen. Ein Fernseher, welcher konstant im Stand-By Modus ist, kostet jährlich ca. 18 €*. Betrachtet man nun die Verteilung von TV-Geräten wird deutlich, dass ca. 8 Millionen Bürger 3 oder mehr Fernseher in ihrem Haushalt haben. Addiert würde dies im Jahr ca. 54€ für die Stand-By Modi der Fernseher bedeuten!

*Berechnung: 15 Watt x 20 Stunden x 365 Tage = 109.500 Watt/Stunde = rd. 110 kWh.

Die Heizung und ihre Einstellungen

Ein großes Stück vom Energiekuchen frisst die Heizung. Daher ist es sehr wichtig, diese regelmäßig zu warten, um so die Kosten möglich gering zu halten.

Die erste Stellschraube hier ist das Thermostat, welches die Wärme reguliert. Stufe 1 erwärmt den Raum auf ungefähr 12 Grad, Stufe 5 auf 28 Grad. Somit kommen pro Stufe ca. 4 Grad dazu. Für das Schlafzimmer und das Wohnzimmer sind 18-20 Grad ideal (sprich Stufe 3-3,5). Räume, die nicht so oft genutzt werden, sollten im Winter ca. 16 Grad (Stufe 2) betragen, weniger könnte Schimmel bedeuten, mehr hohe Energierechnungen.

Vor dem Winter sollte die Heizung unbedingt einmal entlüftet werden. Das bedeutet, dass die Luft, welche ggf. im Heizsystem gefangen ist, entweichen kann. Dies senkt die benötigte Energie für das Heizen, zusätzlich wird konstanter und ohne „gluckern“ geheizt. Der Vorgang ist leicht und kann allein zu Hause durchgeführt werden!

Damit die abgegebene Wärme bestmöglich im Raum verteilt werden kann, ist es ganz wichtig, dass keine Möbel oder ähnliches vor dem Heizkörper stehen. Diese fungieren wie ein Schwamm, die die Hitze aufsaugen und für sich beanspruchen. Die Faustregel lautet, immer einen guten Meter zur Heizung Platz lassen. So kann sich die Hitze optimal im Raum verteilen.

Zwei Gadgets für das Strom sparen zu Hause!

Ein tolles Gadget, welches automatisch Strom spart, ohne dass man etwas tun muss / eine App überwachen muss, sind die sogenannten Master-Slave-Steckdosen. Diese Steckdosen erkennen, ob das in diese Dose gesteckte Gerät ausgeschaltet wurde und sperren anschließend die Stromzufuhr zu dem Stecker. So laufen diese Geräte auf keinen Fall weiter und es entsteht kein nachgelagerter Verbrauch. Master-Slave-Steckdosen gibt es auch als Steckdosenleiste. Somit ist es mit ein wenig Planung möglich, sämtliche Geräte mit einem solchen Anschluss verbinden.

Wandtaster sind ein weiteres Gadget, das genutzt werden kann, um weiter Energie zu sparen. Ein Wandtaster wird neben der Tür eines Raumes angebracht und mit den Steckdosen, sowie sämtlichen elektronischen Geräten verbunden. Sollte man den Raum verlassen, ohne Absicht sofort wiederzukommen, kann man mit einem Tastendruck auf dem Wandschalter die Stromzufuhr zu sämtlichen Geräten unterbrechen. So ist man auf der sicheren Seite, dass keine Geräte weiterhin Energie verbrauchen. Nur weil sie im Stand-By Modus sind! Ein ähnliches Prinzip wird beispielsweise auch häufig in Hotels verwendet, bei denen man die Zimmerkarte in einen Schlitz bei der Tür stecken muss. In dem Moment wird der Strom freigeschaltet und fließt. Sollte man das Zimmer nun verlassen, benötigt man die Karte, zieht sie aus dem Schlitz und die Stromzufuhr wird somit unterbrochen.

Unser Fazit

Die Preise steigen, so auch die Energiepreise. Als Otto Normalverbraucher hat man kaum Einfluss auf die erhöhten Preise, aber es gibt ein paar Tricks, die helfen können, die Energierechnung möglichst gering zu halten. Schon banale Dinge, wie den Fernseher auszuschalten, statt in den Stand-By Modus zu schicken, können Geld einsparen.
Gadgets, die maßgeblich Einfluss auf unseren (Energie-) Konsum haben, sind weitere Stellschrauben, die gedreht werden können, um Energie möglichst effizient zu nutzen und im Umkehrschluss zu sparen.

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