3. August 2016

Smarte Verpackung: Innovation in der Lebensmittelbranche

Kategorie: Innovation

Gesunde und frische Nahrung konsumieren, ist die Idealvorstellung und der beste Weg dies zu bewerkstelligen, ist sein Essen frisch zu kochen. Da dies aber mit einem entsprechendem Zeitaufwand verbunden ist und somit oft mit unserem schnelllebigen, stressigen Alltag kollidiert, greifen viele Konsumenten auf Convenience-Produkte zurück, wobei der Anspruch an diese in den letzten Jahren stetig gestiegen ist.

Keiner möchte verdorbene Lebensmittel konsumieren und bislang wurde in der Lebensmittelindustrie das Mindesthaltbarkeitsdatum genutzt, um zu gewährleisten, dass dies auch ja nicht geschieht. Das Problem: Um jedwedes Risiko zu vermeiden, wird dieses Mindesthaltbarkeitsdatum so früh angesetzt, dass Lebensmittel als abgelaufen deklariert werden, obwohl diese noch teils mehrere Wochen nach Ablauf des Datums genießbar wären. Die Folge: Tonnen von Lebensmitteln werden tagtäglich entsorgt, obwohl sie noch nutzbar wären.

Eine Möglichkeit, diese Art von Lebensmittelverschwendung zumindest zu minimieren,
ist die Nutzung von Smarten Verpackungen. Was eine „smarte“ Verpackung im Gegensatz zu einer „traditionellen Verpackung“ auszeichnet, ist ihre zusätzliche Funktionalität.

 

Welche Funktion erfüllen Smarte Verpackungen

Hatte man als Konsument Lebensmittel falsch gelagert oder wurde die Kühlkette bei sensiblen Produkten, aus welchen Gründen auch immer unterbrochen, konnte entsprechendes Produkt auch schon vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums schlecht werden. Eine smarte Verpackung überwacht den Inhalt der Verpackung und liefert den Konsumenten auch in diesen Fällen wichtige Informationen zum aktuellen Qualitätszustand des Produkt. So könnte der Zustand des Produktes dem Konsumenten beispielsweise in Form eines Ampelsystems vermittelt werden, wo grün bedeutet, dass das Produkt noch gut ist und rot bedeutet, dass das Produkt nun besser entsorgt werden sollte.

 

Nur die Frische zählt

Welches System hierbei genutzt wird, ist unterschiedlich. Beim sogenannten TTI (Time-Temperature-Indicators) reagieren die Sensoren, sobald die Temperatur innerhalb der Verpackung über einen zuvor definierten Zeitraum angestiegen ist. Dadurch kann eine Unterbrechung der Kühlkette registriert werden. Beim Insignia-System wiederum werden Gase wie zum Beispiel CO2 im Zusammenspiel mit einem Indikator verwendet, um die Unversehrtheit der Schutzhülle zu prüfen. Wird die Schutzhülle beschädigt, entweicht das sich im Inneren befindliche CO2 und führt zu einer Farbveränderung des Indikators.

Andere smarte Verpackungssysteme wiederum messen die Gaszusammensetzung im Inneren der Verpackung und können anhand der Messung von entstehenden Stoffwechselprodukten wie Ammoniak, Schwefeldioxid und ähnlichem Auskunft über den aktuellen Frischezustand des Produkts geben.

Nach erfolgter Messung wird dem Konsumenten im nächsten Schritt das Erkannte sichtbar gemacht. Ob dabei die Nutzung eines wie oben bereits erwähnten Ampelsystems, ein verschwindender Barcode wie beim Tempix-System oder eine bei höheren Temperaturen sich zunehmend verblassende Ausgangsfarbe wie beim OnVu-Indikator von BASF zum Einsatz kommt ist dem Hersteller überlassen, zumindest ist eine gesetzlich vorgegebene einheitliche Regelung aktuell noch nicht vorgegeben. Fest steht, dass Smarte Verpackungen eine sinnvolle Weiterentwicklung im Bereich der Lebensmittelindustrie darstellen.

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