Facebook, YouTube, Wikipedia, Ebay und Co. haben sich vor allem dank ihrer Interaktivität als fester Bestandteil unseres Alltags etabliert und Web 2.0 zu einer sensationellen Erfolgsgeschichte gemacht. Aber was kommt danach? Die Antwort ist denkbar einfach: Web 3.0.

 

Vernetzt, automatisiert und denkend

Interaktive Webseiten sind schön, aber was ist das Upgrade, welches Web 3.0 gegenüber seinem Vorgänger bietet, wohlweißlich, dass es sich bei beiden nur um theoretische Sammelbegriffe handelt. Um von einem Schlagwort zum anderen zu kommen: Im Web 3.0. ist das Internet of Things das Maß aller Dinge. Eine zunehmende Automatisierung und Digitalisierung gepaart mit einem Mehr an Konnektivität durchzieht das Web 3.0 und soll in seiner ideellen Ausprägung eine Art von „semantischem“, also mitdenkendendem und Sinn verstehendem Web darstellen. Es findet nicht nur eine Kommunikation zwischen Mensch und Maschine statt, sondern zunehmend auch zwischen Maschine und Maschine, da diese immer „intelligenter“ werden (Stichwort: Maschinelles Lernen). Der technische Fortschritt von Maschinen nimmt im Web 3.0 beständig zu und im fortschreitenden Maße verstehen sie von Menschen erstellte Inhalte zu interpretieren und diese selbstständig zu verarbeiten.

So ist es bereits jetzt so, dass Maschinen in vielen Alltagsgegenständen eingebaut sind, wo man es im ersten Moment nicht erwarten würde. Sie halten sich im Hintergrund (Prinzip: Shy Tech) und kommunizieren selbstständig untereinander, sind befähigt, Dinge selbstständig in Relation zu setzen und benötigte Informationen abzurufen oder anderen Maschinen zur Verfügung zu stellen, ein Prinzip, welches im Bereich Smart Home bereits zum Einsatz kommt. Lange Rede, kurzes Sinn: Maschinen sollen immer intelligenter und selbstständiger werden. Ein Schelm, der da an Schreckensszenarien à la „Die Maschinen übernehmen die Herrschaft“ denkt.

 

Einsatzmöglichkeiten

Der selbstständig lernende Computer soll die Eigenarten des Nutzers nach und nach wissen lernen und dieses Wissen nutzen, um den Alltag des Nutzers zu erleichtern. „Bestell ein Tisch für Vier im Alberto“ wäre bspw. eine Anweisung, die ein Bordcomputer im Auto oder ein Sprachcomputer Daheim im Web 3.0 verarbeiten können sollte, auch wenn es deutschlandweit vielleicht 50 Restaurants mit dem Namen gibt, einfach weil er den Nutzer „kennen gelernt hat“ und das richtige Restaurant zuzuordnen weiß. Oder als anders Beispiel wäre eine Smart Home Anwendung zu nennen, die mit dem Smartphone des Nutzer gekoppelt ist und die Raumtemperatur zu Hause reguliert, weil sie erkennt, dass der Besitzer derzeit nicht Daheim ist bzw. den Arbeitsplatz verlassen hat und sich auf dem Heimweg befindet. In diesem Fall haben zwei Geräte ohne zutun des Nutzers miteinander kommuniziert, quasi Informationen ausgetauscht, und daraus einen automatisierten Prozess ausgeführt.

Dies wären nur zwei von vielen Anwendungsbeispielen die Geräte im Zeitalter von Web 3.0 zu leisten vermögen. Wir befinden uns mitten drin und der Prozess ist voll im Gange: Man darf gespannt sein, was uns Web 3.0 noch zu bieten haben wird.


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