The Smart Life Diary: Rainer Kunst

Rainer Kunst ist Gründer und Gesellschafter aus Düsseldorf. Er ist u.a. Geschäftsführer von Flora & Fauna, einem Creative Habitat in Düsseldorf-Unterbilk welches als Dachunternehmen fungiert. Er meint, dass eine der positivsten Eigenschaften der Digitalisierung die Flexibilität des Arbeitsplatzes sei. Es sei bspw. möglich, dass Eltern von Zuhause aus Home Office betreiben können. Durch die Digitalisierung kann nun eine Balance zwischen Arbeit und Freizeit hergestellt werden, meint aber auch, dass der Arbeitsplatz wie wir ihn kennen in der voranschreitenden Digitalisierung zunehmend seine Bedeutung verlieren wird. Außerdem hat sich durch die Digitalisierung die Art und Weise der Kommunikation im Betrieb geändert, denn er und all seine Mitarbeiter arbeiten bereits über den Instant-Messaging-Dienst “Slack” zusammen.

Durch die Digitalisierung wird sich die Arbeit und die Industrie dramatisch ändern, glaubt Kunst, da vor allem die nächste Generation (sogenannte “Digital Natives”) andere Ansprüche an einen Arbeitsplatz stellen werden. Gleichzeitig werden noch ganze Märkte und Industrien unter einem großen Transformationsdruck geraten.

Kunst erhofft sich durch die Digitalisierung Erleichterung in seinem Alltag. Diese Erleichterung ist bereits in seinem Leben spürbar, da sich nun viele Dinge viel einfacher verknüpfen lassen. Zwar ist es als Unternehmer mit einer hohen Verantwortung immer noch eine Herausforderung die Familie unter einen Hut zu bringen, jedoch kann er über eine Fernzugriff-Funktion schnell und einfach auch im Ferienurlaub mit seinen Kindern im Sinne seiner Firma flexibel agieren.

Auch Unterhaltungsmedien haben sich durch die Digitalisierung gewandelt. “Wir haben persönlich überhaupt gar keinen Fernsehanschluss mehr und nutzen nur noch Streamingdienste” so Kunst. Er ist sich aber sicher, dass Print nicht aussterben wird, prophezeit jedoch einigen Mediengattungen wie der Tageszeitung eine pessimistische Zukunft, da Nachrichten durch Social Media auf eine andere Art und Weise konsumiert werden.

Im Hinblick auf die nächsten großen technologischen Entwicklungen wie Virtual- und Augmented Reality, meint Rainer Kunst, dass diese zunächst erstmal sehr interessante Felder seien, die jedoch noch sehr viel Potenzial nach oben hätten. Er glaubt, dass die Technologie und die dazugehörigen Anwendungen noch weiter ausgebaut werden müssten, damit diese sich auch auf dem Markt durchsetzen können. Die Digitalisierung nehme auch großen Einfluss auf die Mobilität. Derzeit sehe man überall auf den Straßen E-Scooter und es wird in Zukunft noch interessant zu sehen sein, wie sich die Mobilitätskette schließen wird, so Kunst. Ebenfalls meint er, dass die Mobilität im Zusammenhang mit der Digitalisierung bisher noch nicht das volle Potenzial ausschöpfen konnte.

Rainer Kunst glaubt, dass es in der immer älter werdenden Gesellschaft noch ein extremes Potenzial im Bereich der Digitalisierung gäbe. Service-Dienstleistungen als auch die Sprachsteuerung werden sich noch perspektivisch durchsetzen und das Leben deutlich einfacher und lebenswerter gestalten.

Kunst glaubt, dass die Digitalisierung eher positiv und eine große Chance ist. Kunst räumt jedoch ein, das die Digitalisierung auch seine Kehrseiten hat. Datenschutz wäre hier ein Thema. Auf der einen Seite bringe die im letzten Jahr neu eingeführte Datenschutzgrundverordnung aus der Sicht des Verbraucherschutzes Sicherheiten und Transparenz, jedoch bringe diese für Unternehmen einen hohen bürokratischen Aufwand mit sich, so Kunst. Natürlich könne man auch die Digitalisierung missbrauchen, wie in der jüngsten Vergangenheit der Whistleblower Edward Snowden sehr eindrucksvoll enthüllte. Hier müsse man im gesellschaftlichen Diskurs aufpassen in welche Richtung es geht, aber grundsätzlich sei, so Rainer Kunst, die Digitalisierung ein Segen für die Gesellschaft.


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