Auch wenn einige es nicht wahrhaben wollen, Elektroautos gehört die Zukunft und die Nutzer von E-Autos kamen bislang nicht nur in den Genuss einer extremen und vor allem unmittelbar einsetzenden Beschleunigung, sondern konnten auch Strecken von A nach B mit dem guten Gefühl zurücklegen, ihren Beitrag in Sachen Nachhaltigkeit zu leisten. Einen kleinen Fleck auf der „weißen“ Weste gab es bislang bei diesem Konzept zu finden, und zwar wenn man die Frage stellte, wo genau die Ladesäulen selbst ihren Strom beziehen?

 

Gut, aber es geht noch besser

Die Antwort auf die oben gestellte Frage lautet aus dem Stromnetz und wenn der Stromanbieter sein Netz nicht selber über Ökostrom speist, muss die Öko-Bilanz je nach Land und Ort relativiert werden, insbesondere wenn man sich in diesem Fall Länder wie die USA oder Japan anschaut, wo derzeit bis zu 40 % des erzeugten Stroms aus Kohlekraftwerken stammt. Aber um den Kritikern auch in diesem Punkt den Wind aus den Segeln zu nehmen, soll das Aufladen von E-Autos zukünftig sogar noch sauberer vonstatten gehen, zumindest wenn es nach den Vorstellungen von Tesla CEO und Chairman Elon Musk geht. So sollen Teslas Supercharger-Ladesäulen mittelfristig komplett vom Stromnetz getrennt werden und sich vollständig durch Solarenergie speisen. Diese Pläne existieren bereits seit 2012 und ein gutes Dutzend der Supercharger werden bereits zu Testzwecken komplett über Solarstrom betrieben. Bei einer Anzahl von gut 800 Ladensäulen ein (noch) sehr geringer Anteil.

 

Die Testphase

Wann genau die Umrüstung in die Tat umgesetzt werden soll, wurde nicht konkretisiert, aber Optimierungsbedarf gäbe es noch in puncto Speisung der Supercharger über Solarmodule. Bislang werden für den Betrieb einer einzigen von Teslas Ladensäulen Solarmodule in einer Menge benötigt, die die Fläche eines Footballfeldes bedecken würden. Zur Verdeutlichung: Dies wäre eine Fläche mit einer Länge von 120 Metern und einer Breite von 50 Metern. Für eine komplette „Umrüstung“ aller Supercharger müsste die Technik folgerichtig optimiert werden, so dass die benötigte Anzahl an Solarmodulen und damit die benötigte Fläche deutlich minimiert wird. Denkbar wäre auch der spätere Wiederanschluss an das Stromnetz, so dass nicht genutzter Strom wieder zurückfließen könnte.

Auch wenn noch nicht abzusehen ist, wann dieser Prozess abgeschlossen sein wird, muss an dieser Stelle nochmals betont werden, dass man auch bei aktuellem Stand der Dinge als Nutzer eines E-Autos im Vergleich zu Nutzern von klassischen Verbrennungsmotoren noch um Äonen sauberer unterwegs ist.


Kommentare

Nutzerkommentare: Seite 1

01: Hardy Scheuer

Wann und wo beginnt Tesla in Deutschland mit ladesäulen.

02: Tangün Ichisar Redakteur

Hallo Hardy,
Tesla hat schon Supercharger in Deutschland aufgestellt, bspw. in Hamburg, Hannover, Berlin und vielen weiteren Standorten.
Eine Suchfunktion findest du unter: https://www.tesla.com/de_DE/supercharger
Viele Grüße.

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