Urban Mobility – klimafreundliche Mobilität gestalten

Unsere Städte wachsen ständig und damit wird es dort auf den Straßen immer voller. In Großstädten greifen viele Bewohner weiterhin auf das eigene Auto zurück, weil es bequem und praktisch ist. Mit dem wachsenden Verkehr in Bezirken der Innenstadt ist dies oft auch langsam, laut und anstrengend. Hierbei werden sowohl die Umwelt als auch die Anwohner mit CO₂-Ausstößen sowie Lärm belastet. Umso wichtiger ist es, ein Konzept für klimafreundliche Mobilität zu schaffen. Laut einigen Fach-Meinungen kann ein wirklich nachhaltiger Verkehr nur durch einen guten Mix aus unterschiedlichen Elektrofahrzeugen entstehen.

In vielen Großstädten ist der erste Schritt gemacht, und die Einwohner können selber aus einem Angebot diverser Fortbewegungsmittel ihren eigenen Mobilitätsmix erstellen. Wie sieht die aktuelle Lage aus, und wie kann der Verkehr in Städten möglichst klimafreundlich gestaltet werden?

Elektrofahrzeuge im Mobilitätsmix

Um die unterschiedlichen Transportbedürfnisse der Stadtbewohner zu decken, bietet sich ein umfangreicher Mobilitätsmix an. In Großstädten ist die Basis für ein Verkehrsnetzwerk schon gelegt: Sharing mit E-Autos, E-Bikes, E-Scootern und E-Rollern sind keine Seltenheit mehr und in kürzester Zeit ein fester Bestandteil der Stadtbilder geworden.

Wer nur ab und zu ein eigenes Auto im Innenstadtraum braucht, kann in vielen Städten Carsharing-Angebote nutzen. Fast alle Anbieter stellen inzwischen auch oder sogar ausschließlich Elektroautos zu Verfügung und wollen den Menschen E-Mobilität so näherbringen. Das Carsharing-Prinzip ist einfach, entlastet den Verkehr und die Umwelt – und ist für die Benutzer einfacher, da sie sich das Auto mit anderen Anwohnern teilen und somit viel Arbeit und Kosten sparen, die mit einem eigenen Auto anstehen.

Eine weitere Option bietet der Ride-Sharing-Dienst, eine Mischung aus Carsharing und einem Taxi: Ein Großraumwagen mit Fahrer bringt Fahrgäste auf einer bestimmten Strecke von Tür zu Tür, das Auto wird wie im Minibus mit anderen geteilt.

Seit Juni dieses Jahres sind Elektro-Tretroller – kurz E-Scooter – auf Straßen in deutschen Großstädten zugelassen und in kürzester Zeit sehr populär geworden. E-Scooter sind für kurze Strecken, wie z.B. von der Bushaltestelle ins Büro oder nach Hause, ein passendes Angebot. Gleich mehrere Anbieter haben die Flitzer direkt nach der Zulassung auf die Straßen gebracht und decken so den Bedarf, sich schnell und unkompliziert auf Strecken bewegen zu können, die sonst zu Fuß am leichtesten erreichbar wären.

Für längere Strecken innerhalb der Stadt gibt es Elektro-Roller-Sharing für alle, die nicht gleich ein Auto brauchen, allerdings schneller unterwegs sein möchten als mit einem Fahrrad oder E-Scooter.

E-Verkehrsmittel mit den Öffentlichen verbinden

Neben den diversen Sharingdiensten steht Anwohnern selbstverständlich auch weiterhin der öffentliche Verkehr im Mobilitätsmix zu Verfügung. Öffentliche und private Verkehrsangebote sind im Idealfall an Knotenpunkten miteinander verbunden und sorgen so für eine unkomplizierte und umweltschonende Fortbewegung in der Stadt. Anwohner können je nach persönlichem Bedarf zwischen den unterschiedlichen Angeboten wechseln, um das Ziel problemlos ohne Privat-PKW zu erreichen.

Im öffentlichen Verkehr wird vielerorts schon heute darauf geachtet, möglichst klimaneutral zu sein. In Hamburg z.B. fahren alle U-Bahnen mit reinem Ökostrom, Busse sind schon teilweise elektrisch unterwegs und Dieselfahrzeuge im öffentlichen Verkehr sollen ab 2020 langsam komplett abgeschafft werden. 

E-Mobilität muss sich durchsetzen

Das Interesse der Stadteinwohner an den neuen Verkehrsmöglichkeiten und E-Fahrzeugen ist sehr hoch – das ist deutlich im Stadtbild zu sehen. Viele sind aber noch skeptisch oder möchten den Komfort des eigenen Autos und der damit verbundenen Flexibilität nicht aufgeben. Sharing-Dienste sind zurzeit nur in den inneren Stadtbezirken verfügbar, die Randbezirke sind vielerorts noch nicht im Leistungsraum inbegriffen und damit weiterhin auf private Autos und den öffentlichen Verkehr angewiesen.

Die Möglichkeiten, die die neuen Verkehrsmittel bieten, sind breit und durchsetzbar. Die Verkehrswende ist durchaus realistisch. Wie bei vielen Erneuerungen brauchen die Menschen Zeit, um sich an diesen Wandel zu gewöhnen und die Sharing-Optionen in ihren Alltag zu integrieren. Wichtig ist auch, dass das Netz der Sharing-Dienste deutlich vergrößert wird und somit überall in der Stadt ein nachhaltiger Mobilitätsmix entstehen kann. Wir sind gespannt, wie sich die Situation weiterentwickelt!


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