Social VR: Auf in virtuelle Welten, aber gemeinsam!

Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR) bergen ein Riesenpotential. Das Marktforschungsinstitut IDC prognostiziert allein für den Bereich der VR-Brillen (bzw. Headsets) ein Marktvolumen von 18,6 Milliarden US-$ in 2021 (in 2016 lag dieser bei ca. 2 Milliarden US-$). Man steht also noch am Anfang und jeder möchte ein Stück des Kuchens haben. So wird derzeit von unterschiedlichsten Seiten ausgelotet, was mit dieser „Spielwiese“ alles angestellt werden kann. Ein Ansatz, den zum Beispiel Facebook geht, wird als Social VR bezeichnet und fokussiert sich dabei auf mehr Interaktivität und sozialer Interaktion.

 

Was ist Social VR?

Bei Social VR sollen das Interaktive und das soziale Miteinander den virtuellen Raum erobern. Das soll durch die Nutzung von VR-Avataren funktionieren, die miteinander interagieren und aufeinander reagieren können, inklusive das Ermöglichen von Mimik und Gestik – die simpelste und zugleich auch universellste Art der menschlichen Kommunikation, die eine Verständigung auch über Sprachbarrieren hinweg ermöglicht. Durch diese in einer virtuellen Umgebung miteinander agierenden Avatare haben wir nun eine Form eines virtuellen Chatrooms, quasi ein Second Life, welches eine VR-Kompatibilität anbietet.

 

Social VR im Konkreten

Facebook und das Tochterunternehmen Oculus VR arbeiten derzeit mit Eifer daran, mit „Spaces“ eine „Social VR“-Anwendung in die Tat umzusetzen. Eine erste Version ihrer neuen Social VR-App „Spaces“ hat Facebook auf der diesjährigen Facebook-Entwicklerkonferenz F8 einem ausgewählten Publikum vorgestellt. Die Oculus VR aufgesetzt, Avatar erstellt und dann mittels Gestensteuerung in den von Facebook in seiner App „Spaces“ erschaffenen virtuellen Räumen (von Facebook als Space tituliert) interagieren. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase soll das Ganze auch recht intuitiv funktionieren. Der Vorteil des Virtuellen: Man ist räumlich kaum beschränkt und so sind als „Space“ der Weltraum, das alte Ägypten, die Wüste Gobi, eine Runde Paragliding oder die tiefen des Oceans ebenso denkbar wie auch ein einfacher Raum mit einem virtuellen Pokertisch. Dank der erstellten Avatare lassen sich diese Spaces mit anderen erleben und eine Interaktion ist nicht nur mit der Umgebung, sondern auch mit anderen Personen (bzw. deren Avataren) in dieser Umgebung möglich, und schon haben wir die soziale Komponente im Virtuellen.

Es wird sich allerdings noch zeigen müssen, ob die breite Masse die soziale Interaktion im virtuellen Raum akzeptieren oder das Ganze als eine kindische Spielerei abtun wird.


Kommentare

Nutzerkommentare: Seite 1

01: Jens j.

Also ich wäre dabei… und freue mich riesig darauf.. es muss nur richtig umgesetzt werden.. LG