Die Zukunft von Smart Living: Das E-Haus

Eigentlich müsste es „I-Haus“ heißen, für „I“ wie intelligent. Worum geht es? Das E-Haus ist ein Projekt des Branchenverbands ZVEH (Bundesinnungsverband der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke). Es geht um nicht weniger als um ein „richtungsweisendes Beispiel für intelligent vernetzte Gebäudetechnik“, so der Verband. Und wurde für dieses Haus unlängst sogar mit dem renommierten KNX-Award für Gebäudeautomation in der Kategorie „Publicity“ ausgezeichnet. Ursprünglich als 100 qm großes Modellhaus für Messen wie die „Light + Building“ konzipiert, wurde das Projekt Corona-bedingt ins Internet verlegt. Jetzt ist es möglich, das E-Haus per Mausklick zu begehen und seine Produkte und Technologien von über 60 E-Markenpartnern und Herstellern aus der Elektroindustrie in 3D-Technik realitätsnah zu erleben.

Was ist das Ziel des E-Hauses?

Das E-Haus demonstriert auf eindrucksvolle Weise den Stand vernetzter, intelligenter Gebäudetechnik. Es geht um die auch hier bereits öfter behandelten Themen Digitalisierung, Gebäudevernetzung, Systemintegration und Energiemanagement. Das wichtigste Ziel des Modellhauses ist daher aufzuzeigen, wie sich Energieeinsparpotenziale in Gebäuden ausschöpfen lassen. Und gleichzeitig Komfort und Sicherheit der Bewohner weiter zu steigern. Das E-Haus möchte daher vor allem als integrierter Lösungsansatz für das Zukunftsthema Energiewende verstanden werden. Und nicht zuletzt zeigen die vielen Installationen im E-Haus die Fachkompetenzen der Innungsfachbetriebe der E-Handwerke auf. Alle gezeigten Produkte sind voll funktionsfähig. Bei der Installation kam der weltweite Standard für Gebäudeautomation KNX zum Einsatz – ein wesentlicher Grund für den hochverdienten Award.

Welche Themen werden im E-Haus behandelt?

Das E-Haus bietet eine Fülle von smarten Technologien, die innerhalb und außerhalb seiner vier Wände zum Einsatz kommen. Hier ein erster Überblick, der auch zum Selber-Erleben anregen soll:

Smarte Steuerungen: Das digitale „Hirn“ des E-Hauses ist sein Sprachassistenzsystem, das es dem Nutzer im Haus erlaubt, einen Großteil der smarten Haustechnik per Sprache zu steuern. Alternativ kann auch über Smartphone oder Tablet gesteuert werden.

Smartes Energiemanagement: Eine Datenplattform im Haus sorgt für eine energieoptimierte Abstimmung angeschlossener Verbraucher im Haus – von der Waschmaschine über die Wärmepumpe, Photovoltaikanlage bis hin zum Anschluss des E-Fahrzeugs. Dabei kommt sogar Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz.

Smarter Komfort: Von wegen nur ein Spiegel: der Klassiker in jedem Haus überrascht als interaktives TV mit Internetzugang und Steuerungsmöglichkeit für SmartHome Funktionen. Die Küche glänzt mit absenkbaren Küchenschränken für Menschen mit Mobilitätseinschränkung und einem in die Herdplatte integrierten Dunstabzug. Der smarte Fußboden erweist sich womöglich als Lebensretter und meldet den Sturz eines älteren Hausbewohners. Und der Lichteinfall der Fensterscheiben wird über eine intelligente Transparenzsteuerung geregelt. Für Familien mit Kindern gibt es ebenso viele Möglichkeiten, den Komfort zu steigern und mit Sicherheit zu verbinden.

Smarter Lichtkomfort: Circadianes Licht, das sich dem Tag-Nacht-Wechsel anpasst, unterstützt den Schlaf-Wach-Bio-Rhythmus. KNX sei Dank: Faszinierende und immer wieder neue Lichterlebnisse im Wohnraum lassen sich mit individuell wählbaren Lichtszenerien und Lichttemperaturen schaffen.

Smarte Sicherheit: Für die Sicherheit im SmartHome können viele Unterschiedliche Funktionen eingesetzt werden. Gesichtserkennungsterminals erkennen auch bei Dunkelheit präzise den Besucher. Die Alarmanlage mit Webcams lässt sich über Desktop oder Mobile steuern. Eine Wärmebildkamera erkennt ungebetene Besucher. Und wem das Thema Datensicherheit am Herzen liegt, der wird gerne hören, dass seine persönlichen Daten aus der gesamten Haussteuerung nicht in einer Cloud, sondern auf einem Datenträger im eigenen Haus gesichert sind.

Fazit

Das E-Haus demonstriert eindrucksvoll, was heute alles in Sachen smarter Haustechnik geht. Es zeigt das riesige Digitalisierungspotential der gesamten E-Branche und bietet dem Elektrohandwerk und -fachhandel wertvolles Wissen um seine künftigen Einsatzmöglichkeiten. Das E-Haus leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Zukunftssicherung der gesamten Branche. Viele Techniken und Kernthemen des E-Hauses sind schon lange auch im Sonepar InnovationLab erlebbar.

Insofern wünschen wir von Sonepar InnovationLab dem E-Haus auch weiterhin viel Aufmerksamkeit und viele (vorerst) neue virtuelle Besucher!

Für weitere Informationen und Fotos vom E-Haus besuchen Sie die Website von ZVEH.


Kommentare

Nutzerkommentare:

Keine Kommentare vorhanden.

Ihr Kommentar:

Bitte geben Sie Namen und E-Mail-Adresse an. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.